Ära eines Urgesteins geht zu Ende
Alfred Volkmann aus Dorf Plößberg ist im Advent 2024 nach 48 Jahren aus dem Kirchenvorstand ausgeschieden. Er gehörte dem KV schon als Jugendvertreter an. Bei der Amtseinführung des neuen Kirchenvorstands am Ersten Advent dankte Pfarrer Dr. Jürgen Henkel Herrn Volkmann für sein jahrzehntelanges Engagement für die Kirchengemeinde Erkersreuth und die Landeskirche.
Wir veröffentlichen im Folgenden die Dankansprache von Pfarrer Jürgen Henkel im Namen des Kirchenvorstands für Alfred Volkmann leicht gekürzt.
„Wir verabschieden heute Herrn Alfred Volkmann aus dem Kirchenvorstand. Herr Volkmann ist ein Urgestein des Kirchenvorstands in Erkersreuth. Sie, Herr Volkmann, sind zunächst als Jugendvertreter ohne Stimmrecht in dem Jahr im Kirchenvorstand aktiv geworden, in dem ich eingeschult worden bin: 1976. Seit 1982 waren Sie gewähltes Mitglied des Kirchenvorstands. Sie sind damit seit sage und schreibe 48 Jahren im Kirchenvorstand von Erkersreuth aktiv. Das ist eine Ära für diese Kirchengemeinde. Sie haben ein halbes Jahrhundert die Kirchengemeinde Erkersreuth an verantwortlicher Stelle mit geleitet und geprägt.
Sie haben sich für diese Kirchengemeinde über Jahrzehnte engagiert wie kaum jemand sonst. Sie waren
über Jahrzehnte Friedhofsreferent des Kirchenvorstands;
Ihr besonderer Schwerpunkt waren der Einsatz für kirchliche Baumaßnahmen, Ihr Herzensanliegen war die Kirchensanierung in Erkersreuth von 2009 bis 2014;
Sie waren zuständig für den Kirchenwald der Gemeinde in Selb-Plößberg;
Sie waren im Finanzausschuss und haben sich immer um die Finanzen, den Haushalt und die Jahresrechnung gekümmert.
Sie waren über viele Jahre der „Haupt-Kümmerer“ der Kirchengemeinde bei vielen Angelegenheiten und haben dabei Ihr profundes Wissen etwa zur Baumpflege und Baumaßnahmen immer wieder zum großen Nutzen für die Kirchengemeinde eingebracht. Sie waren nicht nur dabei, Sie waren eine wichtige Stimme in unserem Kirchenvorstand.
Ich persönlich werde es auch nicht vergessen, wie Sie mir und meiner Familie 2008 beim Umzug geholfen haben bis hin zu einer Fahrt nach Bad Windsheim.
Wir könnten alle so manche Anekdote aus dieser Zeit erzählen. Heute aber wollen wir Ihnen vor allem für Ihr jahrzehntelanges großes Engagement für die Kirche und unsere Kirchengemeinde vor Ort danken. Sie waren in all diesen Jahren und Jahrzehnten ein höchst engagierter Mensch und Christ, ein Original mit Ecken und Kanten, meinungsstark und auch diskussionsfreudig auf allen Ebenen: im Kirchenvorstand, aber auch auf Dekanatsebene und bei unseren Besuchen im Landeskirchenamt, als es um die Kirchenrenovierung ging.
Rein vom Alter her hätten Sie durchaus noch eine Amtsperiode weitermachen können. Wenn Sie nun aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidiert haben, so endet heute für den Kirchenvorstand und die Kirchengemeinde Erkersreuth eine Ära. Umso mehr sagen wir heute „Danke“: ich als Pfarrer, wir als Kirchenvorstand und die gesamte Gemeinde. Wir sagen „Danke“ für Ihr beispielhaftes Lebenswerk im Dienst der Gemeinde vor Ort und der gesamten Kirche unseres Herrn und Heilands Jesus Christus. Und wir wünschen Ihnen Gottes reichen Segen und vor allem gesundheitlich alles Gute für die Zukunft und für Ihren weiteren Lebensweg. Vielen Dank für alles!“
Pfarrer Dr. Henkel überreichte Alfred Volkmann im Namen des Kirchenvorstands und der Kirchengemeinde einen Präsentkorb mit feinen Spezialitäten sowie einen großformatigen Hochglanzkalender mit eindrucksvollen Fotos des Fichtelgebirges. Seitens der Bayerischen Landeskirche übergab er eine von der früheren Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner unterzeichnete Dankurkunde.
Weitere Informationen
Veröffentlichung
Bild zur Meldung
Downloads
Weitere Meldungen

Bierfilzl mit Glaubensimpuls
So, 10. Mai 2026

Religionsfreiheit ist Menschenrecht, nicht Privileg
Fr, 17. April 2026